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Die homöopathische Therapie der "Angststörung"

offizielle Therapieschematas


Auch in der Psychiatrie sind Stichworte wie "evidence based medicine (auf Beweisen beruhende Therapie)" und "Qualitätssicherung" Standartziele geworden. Und dies lässt sich am Besten einhalten, wenn man standartisierte Therapieverfahren hat.
Therapieflussdiagramme sind da eine enorme Hilfe.

Hier das Flussdiagramm zur Therapie der akuten Panikstörung gem. DSM IV:

Was bei perakuten Situationen durchaus Sinn macht,

ist in der chronischen Therapie mehr als ein Hinderniss. Verfolgt man nämlich so ein Schema, verliert man schnell den individuellen Menschen mit SEINER ART VON ANGSTSTÖRUNG aus dem Auge und die einzelnen Patienten mit Angstsörungen beginnen sich aufzulösen. Ubrig bleibt eine amorpe Masse an angstgeplagten Menschen. Ich wage zu zweifeln, dass in solch einem System tiefe Heilungen möglich sind.


Welche Ziele sollten erreicht werden?

Wenn es aber darum geht, das bereits von Hahnemann formulierte Ziel....."Das höchste Ideal der HEILUNG ist schnelle, sanfte, dauerhafte Wiederherstellung der Gesundheit......auf dem kürzesten, zuverlässigsten, unnachteiligsten Wege......" (§2, Organon der Heilkunst, 6. Standartausgabe).......zu erreichen, reicht diese Art von Medizin eben nicht aus.

Denn eine Heilung verlangt das Erkennen der "inneren Störung" und diese ist ausnahmslos individuell, da sie von vielen Faktoren abhängt (angeborene Konstitution, die eine bestimmte Diathese bedingt. Erworbene Muster, Verhaltens- und Denkweisen. Einen "zündenden" Funken, der die zunehmende Disharmonie zum Ausdruck bringt).

Und hier sehe ich als Therapie einzig Varianten von Psychotherapie (kann, muss aber nicht sein) in Kombination mit einer klassischen Einzelmittelhomöopathie evtl. mit kurzzeitiger Unterstützung durch Psychopharmaka.

Gibt es rein "psychische" Erkrankungen" überhaupt?

über den Wolken.....

Und wenn ja, was ist das? und wer definiert: die "PSYCHISCHE KRANKHEIT"; mit welchen objektiven Kriterien wollen sie arbeiten um, unabhängig von der Gesellschaft in der dieser Mensch lebt, unabhängig von Kultur, Religion, Glauben, Lebensziele...usw. zu einer objektiven Definition von "psychischer Krankheit" zu kommen"?

Hier ist es sehr wichtig zu begreiffen, dass der Mensch nicht "Etwas" ist, das aus 1000en von einzelnen, in sich abgeschlossenen Teilen, Organen und Systemen besteht, sondern EINE GANZE, in allem zusammenhängendem, Wesenheit ist!
Es gilt zu verstehen, dass nie nur ein abgetrennter Teil dieses "Ganzen" erkranken kann, sondern immer nur der gesamte Mensch in all seinen Teilen (geistig-, seelisch und körperlich).

Wenn man als Schulmediziner Homöopath werden will, muss man es schaffen, sich vom schulmedizinischen Modell des "Menschen als Zusammenbau vieler in sich abgeschlossnener Organe und Systeme", zu lösen.
Natürlich löst sich damit auch das "Spezialistentum" auf und es entsteht wieder der gute alte Hausarzt, zu dem der Mensch in einem leidenden Zustand kommt, der als Ganzes wargenommen werden will und als das (Mensch in einem Zustand der Krankheit), geheilt werden möchte!

Und so haben wir bei psychischen Leiden jedwelcher Natur nichts anderes vor uns, als einen Menschen, der in einem krankhaften, disharmonischen Zustand ist (egal ob auf der psychischen, der körperlichen oder geistigen Ebene) und mit Hilfe von uns Ärzten (=Menschen) und der Information die ihre natürliche Heilkraft (vis medicatrix naturae) von den homöopathischen Mitteln erhält, sowie seinem eigenen Dazutun, kann er wieder zu seiner inneren Harmonie, dem Zustand der Gesundheit, zurückfinden.

Das homöopathische Vorgehen bleibt folglich genau dasselbe, wie bei einer sogenannten "körperlichen Krankheit".

Was zu erwähnen ist, ist die Tatsachen, dass krankhafte Zustände, die praktisch nur noch Symptome/Beschwerden auf 1 Ebene haben (wie bei psychischen Leiden, die häufig, ausser den beschwerlichen, seelischen Ausdrücken, keine weiteren Symptome haben) und von Hahnemann als "einseitig" (= Krankheit die nur noch wenige eigentümliche Symptome hat) bezeichnet wurden, eine nicht zu unterschätzende Schwierigkeit für uns Homöopathen darstellen.
Der Grund liegt darin, dass das heilende Mittel über die individuellen Symptome des Kranken gefunden werden muss und auch nur über diesen Weg gefunden werden kann (ein Naturgesetz). Und logischerweise ist das Finden des Mittels bei sehr wenigen Symptomen mit viel mehr Unsicherheit verbunden. Und man muss häufig einen "Kniff/Trick" anwenden, um zu Symptomen zu kommen. Auch da hat uns Hahnemann bereits unter die Arme gegriffen, da er natürlich selber diesem Problem gegenüberstand. Und er hat uns einen klaren Weg gegeben, wie in solchen Fällen vorzugehen ist. Und über diesen Weg kommen wir auch effektiv letzendlich zur Heilung. Es ist aber ein längerer Weg der da zu gehen ist.

Ich hoffe, dass ich Ihnen etwas Einblick in dieses psychiatrische Spezialgebiet geben konnte. Leider sind Angsterkrankungen deutlich am zunehmen und die Dunkelziffer ist sehr hoch.
Es ist manchmal unglaublich, wie jemand mit einer solchen Störung sich soweit zurückdrängen lässt, dass er am Schluss nicht mal mehr das Haus verlassen kann.
Ich weiss, dass es ein grosser Schritt ist, aus diesem Schatten herauszutreten und Hilfe in Anspruch zu nehmen. Am Besten aber bevor dieser massive Endzustand der sozialen Vereinsamung eingesetzt hat.

Sollten Sie an so etwas leiden, ist es sehr wichtig, sobald als möglich, etwas zu unternehmen. Denn die Erfahrung zeigt, dass es nie von selber besser "weggeht!!

Hier möchte ich meine Darstellung über ANGSTSTÖRUNGEN beenden.

Bei Fragen betreffend Ihrer psychischen Erkrankung und der Möglichkeit einer homöopathischen Therapie, benutzen Sie doch das Kontaktformular und senden mir Ihre Frage zu.

mit herzlichen Grüssen, Ihr M. Flück


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