Kinder in der Homöopathie
Allgemeines

Eltern können ein Lied davon singen. Ihr Kleines hat Bauchschmerzen, mitten in der Nacht, unübersehbar oder besser, unüberhörbar. Es schreit schon, wenn nur die Bettdecke den Bauch berührt. Und der Bauch schreit mit, laut rumpelt es in Ihm, als wäre er eine Waschmaschine. Wer wollte da ruhig bleiben? Also bekommt das Kind Tropfen und Zäpfchen, bis sich die Unruhe legt und auch die Eltern ihren Schlaf wieder finden.
Doch hält die dadurch vergönnte Ruhe nicht allzu lange an. Kaum ebbt die Wirkung der Arznei ab, schon beginnt das Lamento aufs neue. Wieder versuchen die Eltern, die arge Strapaze geduldig zu ertragen. Schliesslich vernehmen sie aus dem Kreise Ihrer Freunde, dass es denen nicht anders ergehe. Das eine Kind hustet immer wieder, die Abstände von Bronchitis zu Bronchitis werden sogar immer kürzer, seine grössere Schwester kommt nicht umhin, zum dritten Mal einen Hautarzt zur Entfernung ihrer Warzen aufzusuchen, und deren Neffe muss zweimal täglich eingecremt werden, weil er an Neurodermitis leidet. Wie gut, dass es die Heilmittel gibt, denkt die Mutter.
Doch dann werden die Eltern nachdenklich. HEIL-MITTEL sollten zum heilen dasein, doch was tun diese Arzneien? Die Mittel die sie kennen, nehmen die Beschwerden zwar für einige Zeit weg. Doch dann tauchen die Symptome oft unvermittelt wieder auf, woher auch immer. Jedenfalls scheinen diese Arzneien mehr die Krankheit in Schach zu halten als die Kinder zu heilen. Denn Heilen hiesse doch, dass das Kind nicht nach kurzer Zeit wieder am gleichen leidet? Es scheint, als sei nur der Schmerz verdrängt oder die Unruhe kaschiert, die Warze nur vordergründig entfernt, das Kind aber eigentlich nicht besser als zuvor.
Eines Nachmittages sitzen die Eltern auf einer Bank am Spielplatz und schauen dem lustigen Treiben der Kinder zu, die rutschen und Sandburgen bauen. "Schau Papa, guck, Mama, wie das Auto da runterfahren kann!" Die Eltern lehnen sich entspannt zurück. Bis plötzlich der kleine Jonas die Elke wegstösst. Er schreit, sein Wut ist ihm ins Gesicht geschrieben. Sie haben den Vorgang genau beobachtet. Jonas hatte eine Linie im Sand gezogen, als Grenze, und Elke war darauf getreten. Vielleicht hatte sie gar nicht gewusst, dass dies aus der Sicht von Jonas eine Grenze sein sollte - jedenfalls herrscht nun Krieg zwischen den beiden, denn Elke hat anschliessend den Jonas geohrfeigt, und der schlägt natürlich zurück.
Die Eltern können nun kurzen Prozess machen. sie können Elke zur Schuldigen erklären, weil sie Jonas' Territorium missachtet hat, und sie aus dem Sandkasten verbannen, vielleicht sogar schlagen. Diese rabiate Vorgehensweise entspräche einem Antibiotikum, das die Bakterien kurzerhand vergiftet. Die Eltern aber wissen, dass eine so gedemütigte Elke bei einem nächsten Konflikt gewiss noch agressiver wäre. Ein Krieg macht schliesslich keinen Freund aus dem Nachbarn, sondern einen noch wütenderen Feind. Das entspricht der Beobachtung, dass Bakterienkolonien ebenfalls eher aggressiver reagieren, nachdem sie mit Antibiotika misshandelt worden sind - denn die aggressivsten von Ihnen haben überlebt. So will die Mutter lieber mit Jonas reden und ihm klarmachen, dass Elke ihren "Angriff" nicht mit Absicht gegen ihn unternommen hat. Elke hat ganz offensichtlich eiinfach einen Schwachpunkt von Jonas erwischt, denn immer wieder gibt es Streit, wenn Jonas meint, dass ihm jemand etwas wegnehme.
Der Schwachpunkt ist hier also der Vater des Kampfes.
Wenn man dem Kinde seinen Schwachpunkt nehmen könnte, der Bakterien und Viren zum Kampf ermutigt?
Und hier setzt unsere Heilkunst ein. Die Grundlage eines Konfliktes bereits sehr früh entziehen und damit Folgeschäden verhindern.
Dies ist unser Ziel, das wir bei Kindern mittels Homöopathie verfolgen.
Früherkrankungen als Hinweise fuer Vererbungen

Ein Milchschorf, eine seborrhoische Dermatitis; ein Neugeborenen-Ikterus; eine Magenausgangsverengung; Nahrungsmittelallergien (Milch, Ei usw.); Neurodermitis; Missbildungen wie Hypospadie, kindlicher Leistenbruch, Hodenhochstand; Entwicklungsstörungen; Drei-Monats-Koliken; Schlafstörungen usw. sind untrügliche Zeichen solch einer, obgenannten, Disposition.
Diese Früherkrankungen des Säuglinges in Kombination mit den Krankheiten der Eltern lassen uns Homöopathen einschätzen, mit was für Krankheitsmuster wir es im Verlaufe des Lebens dieses Kindes zu tun bekommen könnten.
Nehmen wir all diese Zeichen und Symptome ernst, können wir sehr früh auf etwas Einfluss nehmen, das wir Krankheitsentwicklung nennen.
Mit der klassischen oder "konstitutionellen" homöopathischen Therapie haben wir Möglichkeiten genau auf diese Krankheitsveranlagungen Einfluss zu nehmen.
Den Teil der Konstitution, die dem Kinde seine ihm angeborene Eigenart gibt (eher ruhiges Kuschelkind oder ein Kaboltermann usw.) können wir nicht natürlich nicht verändern (wollen wir ja auch nicht) aber die, mit der Konstitution einhergehende Krankheitsanfälligkeit, die können wir homöopathisch verändern.
Die Homöopathie kann helfen, dass es eben NICHT zu einer Krankheitsentwicklung (was meist eine Entwicklung zu immer schwereren Erkrankungen hin ist) kommt.
Thema ADS/ADHS: Schlagwörter an denen man leider heute, vorallem in der westlichen Welt, nicht daran vorbei kommt, ohne einige Worte darüber zu verlieren.
Was diese Abkürzungen bedeuten, wissen wohl schon die meisten Leute. Für die, die es nocht nicht genau wissen will ich es hier kurz erklären:
ADS steht in deutsch für "Aufmerksamkeits Defizit Syndrom" und ADHS für "Aufmerksamkeits Defizit und Hyperaktivitäts Syndrom".
Wie sie sehen, handelt es sich hier um sogenannte "Syndrome". Die moderne Medizin geht immer häufiger auf dieses Wort "Syndrom" bei einer Krankheit, vorallem in der psychiatrischen Diagnostik, über. Wieso? Weil damit immer eine Kombination von verschiedenen Beschwerden/Symptomen, die häufig in Kombination auftreten, unter einer Diagnose subsumiert werden können, ohne dafür irgend einen Eigennahmen zu kreieren. Noch vor Jahrzehnten hätte der Entdecker dieses Syndromes wohl seinen Namen damit verewigt und es würde zum Beispiel Morbus "Frankenhauser" heissen. Und so bleibt man heute häufiger, was ich gut finde, bei einer beschreibenden Diagnose, da es häufig mehrere Merkmale braucht, damit man sagen kann, dieser Mensch hat diese oder jene Krankheit. mehr zu diesem Thema über diesen Link
Und so können wir Hahnemann`s Anspruch an eine Heilmethode voll und ganz gerecht werden.
"Das höchste Ideal der Heilung ist schnelle, sanfte, dauerhafte Wiederherstellung der Gesundheit, oder Hebung und Vernichtung der Krankheit in ihrem GANZEN Umfange auf dem kürzesten, zuverlässigsten, unnachteiligsten Wege,..... (§2, Organon der Heilkunst)
Ihre Entscheidung für das Kind
Da das Kind seinen Wunsch wie es behandelt werden möchte noch nicht selber ausdrücken kann, vertraut es voll und ganz Ihnen, dass Sie den richtigen Weg für ihn/sie wählen.
In der heutigen Zeit, da die Schulmedizin sich immer mehr zu einer hochtechnologisierten Spezialistenmedizin entwickelt und auf der anderen Seite komplementäre Heilmethoden wie Pilze aus dem Boden spriessen, ist es für Eltern nicht sehr einfach zu entscheiden, was den nun für das Kind am Besten ist.
Und doch ist diese Entschedung, leider, bereits sehr früh gefragt, wenn man die Impffrage noch mit einbezieht.
Auf welche neutralen Daten oder Informationen können Sie Ihre Entscheidung abstützen?
Als Facharzt für Allgemeinmedizin FMH und Homöopathie SVHA kenne ich beide Seiten.
Gerne stehe ich Ihnen für Fragen zur Verfügung. Sie können mir ganz unverbindlich und anonym Fragen, die sie zu diesem Thema haben, über das Kontaktformular schreiben.
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