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Verschiedene Sichtweisen von "Krankheit"


Definition von Krankheit/Gesundheit nach WHO


Krankheit ist das Vorhandensein von subjektiv empfundenen und/oder objektiv feststellbaren körperlichen und/oder geistigen und/oder seelischen Veränderungen bzw. Störungen. 


In Anlehnung an die WHO-Definitionen von Krankheit und Gesundheit befassen sich heute die Gesundheitswissenschaften zunehmend mit einer positiven Bestimmung des anzustrebenden Zieles "Gesundheit" (salutogenetischer Ansatz).

Schulmedizinischer Weg zur Genesung


Kausal-mechanisches Denken:
Kausal-mechannisches Denken ist charakteristisch für die analytische Methode der modernen Naturwissenschaften und damit auch der naturwissenschaftlich orientierten Medizin.
Es ist primär auf unbelebte Objekte (Atome, Moleküle) gerichtet, sucht überall das Allgemeine (zu jedem Einzelding die Gattung) und beruht auf dem Grundgesetz der Bestimmtheit jedes Vorganges durch Naturgesetze.
Der menschliche Körper unterscheidet sich demgemäss nicht grundsätzlich von anderen Körpern der Physik. Alle Körperchen und Körper stehen in Wechselwirkung miteinander und bilden ein komplexes System.

Für dieses Weltbild stellt das Auffinden natürlicher Normen ein prinzipielles Problem dar, weshalb man sich meist mit einem statistischen Normalitätsbegriff begnügt.
Abweichungen davon werden als Störungen aufgefasst. Diese werden dann durch entgegensteuernde Manipulationen wieder zur definierten "Normalität" gebracht.


Homöopathischer Weg zur Genesung


Um in der Homöopathie zu dem helfenden Arzneimittel/der helfenden Information (="Arzneimitteldiagnose") zu kommen, hilft die schulmedizinisch gestellte Diagnose nur wenig.
Der Grund dafür liegt unter anderem darin, dass sich die schulmedizinische Diagnose vorallem durch die, für alle Patienten gemeinsamen Beschwerden, ergibt. Und diese, zum grössten Teil, aus dem lokalen Geschehen (=Organerkrankung) hervorgehen.
Für das Finden des heilenden homöopathischen Mittels aber genau diese lokalen Symptome von geringerem Nutzen sind, da sie nicht die Eigenart, wie sich diese bestimmte Krankheit beim individuellen (=jedem einzelnen) Patienten ausdrückt, wiederspiegelt.
Spezielle Symptome oder Beschwerden, wie z.B. begleitende neue Beschwerden seit der Krankheit oder individuelle Modalitäten (was verbessert oder verschlechtert die Beschwerden) oder neu aufgetretene psychische Reaktionen auf das Geschehen, sowie Symptome die seit Beginn der Krankheit neu da sind und mit der "offiziellen Krankheit" eigentlich gar nicht in Verbindung gebracht werden können (obwohl sie NEU und GLEICHZEITIG mit den anderen Beschwerden auftraten), sind für die homöopathische Mittelfindung viel wichtiger.
Sie zeigen die individuelle Reakion jedes Menschen bei einer bestimmten "Krankheit" unverhüllt und instinktiv und sind somit ganz speziell für diesen einen Menschen.

Da für uns Homöopathen jede Krankheit irgendwo auf der funktionellen Ebene beginnt, anfangs lautlos, dann langsam mit leichten funktionellen Störungen (Blähungen, Schmerzen der Füsse im Bett, Schlafstürung bei Vollmond) beginnt, kann sich, bei widrigen Umständen und allopathische Unterdrückung immer mehr zu einer ernsthaften Krankheit entwickeln, die dann plötzlich beginnt, ECHTE Veränderungen am Körper auszulösen. Diese werden dann auch messbar.
Hätten wir bereits dann reagiert, wenn die ganze Krankheit noch ein allgemeines Unwohlsein gewesen ist, denke ich manchmal; was hätten wir verhindern können.

Krankheit ist für uns also NIE nur ein lokales Geschehen. Immer ist der ganze Mensch mitbeinbezogen. Und was auf höchster Instanz in funktionellen Ströungen beginnt, kann sich im Verlaufe zu einer ernsten krankhaften Störung auswachsen.

DESHALB WÜNSCHE ICH MIR, DASS IMMER MEHR MENSCHEN WIEDER BEGINNEN, AUF IHREN KÖRPER, DER UNTRENNBAR MIT DER SEELE VERBUNDEN IST ZU HÖREN, IHN BEOBACHTEN UND SYMPTOME UND LEICHTE BESCHWERDEN ALS DAS NEHMEN WAS SIE SIND. DIE SPRACHE DES INNEREN MENSCHEN, DER NATÜRLICHEN HEILKRAFT, DIE SICH ANFANGS NUR LEICHT BEMERKBAR MACHT GUT ZU HÖREN UND LERNEN ZU VERSTEHEN, WAS DIESE ODER JENE BESCHWERDE UNS SAGEN WILL. Dies ersten Symptome sind nicht zufällig und völlig losgelöst von einer Entwicklung im Menschen. Nein Sie sind Aussagen, Hinweise, dass etwas beginnt aus der Balance zu kommen. Und wenn wir das überhören oder noch "zudecken", kann diese innere Stimme nicht anders als sich immer deutlicher bemerkbar zu machen....................die Folgen kennen Sie.

Für uns Homöopathen gibt es nur veränderte Zustände des Menschen, als Teil Ihres "Gesamtseins". Der kranke Zustand unterscheidet sich vom gesunden Zustand nur dadurch, dass eine andere Körperempfindung herrscht und die zentrale Instanz in Dysharmonie ist. Es ist aber immer noch der gleiche Mensch.
(So wie Wasser verschiedene Zustände einnehmen kann. Einmal ist es Eis, einmal Dampf, einmal Wasser; grundsätzlich, ist es aber immer dasselbe Wasser; es hat nur seinen Zustand verändert)

Krankheit ist aus ganzheitlicher Sicht ein veränderter Zustand des ganzen Menschen; ein neuer Zustand  


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Herkunft des Begriffes "Homöopathie"

Das Wort "Homöopathie" ist abgeleitet aus den griechischen Stämmen {homoios} = ähnlich, und {pathen} = fühlen.
Bereits in den Schriften der Schule von HIPPOKRATES findet sich in dem Buch "Von den Stellen des Menschen" die folgende Formulierung: `Durch das Ähnliche entsteht die Krankheit und durch Anwendung des Ähnlichen wird die Krankheit geheilt`(3, Bd VI, S. 334, zitiert nach 4, Bd. 1, S. 27 f; vgl. auch 1, S. 60).
Der deutsche Arzt, Chemiker und Pharmazeut Christian Friedrich Samuel Hahnemann hat dieses Ähnlichkeitsprinzip, welches auch er als Weg zu tiefgreifenden Heilungen begriff, zur Grundlage seines Schaffens gemacht. Seine grosse Errungenschaft war die Entdeckung des Weges, wie man dieses Naturgesetz der Heilung praktisch umsetzen konnte. Denn hier scheiterten all die grossen "Denker" der Antike bis zur Aufklärung. Das Gesetz war bekannt, doch wie wollte man erkennen, welche Heilkraft eine Substanz in sich "trägt"? Und was sollte in Ähnlichkeit zur Krankheit sein?
Diese grosse Entdeckung und der Weg zur Anwendung schrieb Hahnemann ganz genau in seinem Werk "Organon der Heilkunst" nieder.

Grundprinzipien homöopathischen Wirkens

Folgende Grundprinzipien bilden seit der Gründung der Homöopathie im Jahre 1796 die Grundvoraussetzungen für homöopathisches Handeln. Diese Grundsätze wurden weder von Hahnemann noch von seinen Schülern jemals grundsätzlich in Frage gestellt:

1) Die Verwendung von Einzelmitteln; ....... mehr dazu
2) Die Arzneimittelprüfung am Gesunden; ....... mehr dazu
3) Das Ähnlichkeitsprinzip; ...... mehr dazu
5) Die Verabreichung kleinster Arzneigaben; ...... mehr dazu
6) Die Lebenskraft und ihre Verstimmung; ...... mehr dazu
7) Potenzieren (Dynamisieren) von Arzneimitteln; ...... mehr dazu

Die Ähnlichkeitsbeziehung (similia similibus)

Die für die Homöopathie so zentrale Ähnlichkeitsbeziehung illustrierte Hahnemann, wie bereits erwähnt, im "Organon der Heilkunst", zum besseren Verständniss, mit anschaulichen Beispielen aus der "Lebenswelt".

"Die Auslöschung eines bestimmten Eindruckes auf den Organismus durch einen ähnlichen, stärkeren Eindruck liegt etwa vor, wenn z.B. der zunächst helleuchtende Jupiter durch die ihn überstrahlende Helligkeit des anbrechenden Tages unseren Augen entschwindet, oder wenn das Dröhnen von Trommeln durch Kanonendonner wirksam übertönt wird oder wenn bestehende Trauer durch einen neuen noch traurigeren Schicksalsschlag, durch die neue Trauer ersetzt wird.

Solche, uns nur allzu bekannten Erscheinungen, zeigen uns die Naturgesetzlichkeit der Ähnlichkeitsbeziehung als Ursache von "Auslöschung" oder "Auflösung"!

Auf diesem beobachtbaren Naturgesetz basiert schlussendlich die Heilwirkung der Homöopathie.


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