Stellungnahme zum Impfproblem
Stellungnahme Punkt 1
Vom homöopathischen Standpunkt aus sind Kinderkrankheiten, sowie andere Infektionskrankheiten keine "ausrottungswürdigen Krankheiten". Diese Krankheiten haben wichtige Aufgaben! Sie helfen dem Kind, auf der einen Seite, sein Immunsystem auf natürliche Art und Weise zu entwickeln, was wohl für alle verständlich ist und zweitens finden genetische Reperaturmechanismen statt, die bei schweren erblichen Belastungen für das Kind sehr wertvoll sind, zum Teil sogar unabdingbar.
Man sieht zum Beispiel, dass bei schweren Krebsbelastungen in der Familiengeschichte, Kinder gewisse Kinderkrankheiten 2x bekommen und das kurz hintereinander. Weiter sieht man sehr positive Auswirkungen von Kinderkrankheiten auf die körperliche und vorallem auch geistig-seelische Entwicklung des Kindes!
Meine Antwort also:
Das Risiko einer gefährlichen Entwicklung einer normalen Kinderkrankheit (Masern, Mumps, Röteln, Keuchhusten, Windpocken, 3-Tage-Fieber) im Kindesalter ist sehr klein und kann gut durch homöopathische Mittel vorgebeugt werden. Die Vorteile einer durchgemachten Kinderkrankheit sind so immens, dass die anfangs gebrachte Aussage, aller ihrer Argumente beraubt wird.
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Stellungnahme Punkt 2
Da ich ja für das Durchmachen von Kinderkrankheiten bin, ist ein Schutz vor Kinderkrankheiten für mich KEIN Positivum. Es sollen also die Eltern ihre Kinder impfen lassen, die dies unbedingt wollen. Da es völlig sinnlos ist, eine Ausrottung einer Kinderkrankheit anzustreben, ist eine gute Durchimpfungsrate auch von KEINER Relevanz.
Es ist sogar das Gegenteil. Geimpft sein, heisst nicht, den Erreger nicht mit sich zu tragen. Das heisst, dass ein geimpftes Kind, welches jemand besucht, welches Mumps hat, den Mumps zwar nicht bekommt, den Erreger aber mit nach draussen trägt. Und dieses Kind ist dann die "Zeitbombe", die einem nicht geimpften oder einem immunschwachen Menschen, der noch keinen Mumps hatte, diesen Erreger übergeben kann. Und so haben wir immer häufiger Kinderkrankheiten in Altersabschnitten, wo dann diese Krankheiten viel virulenter Verlaufen. Es ist statistisch erwiesen, dass sich das Alter, indem heutzutage Leute Kinderkrankheiten bekommen, vollkommen verschoben ist. Entweder im Säuglingsalter, oder im Erwachsenenalter; aber eben nicht mehr im unkompiizierten Kindesalter!!
Jetzt kann man natürlich das Argument bringe, dann müssen wir halt so stark durchimpfen, dass wir die Krankheit ausrotten können.
Eine Ausrottung kann aber nur dort vollzogen werden, wo der Mensch das natürliche Erregerreservoir ist. Dies trifft zum Beispiel bei Hämophilus Typ B, Tetanus, Diphterie und Pertussis nicht zu. Somit sind diese Krankheiten auch nicht ausrottbar!!
Betrachtet man den einzigen Fall von Ausrottung einer Krankheit; die Pockenerkrankung so muss man festhalten, dass dieses Ziel nach "Sage und Schreibe" 200 Jahren Impftätigkeit erreicht wurde.
Bei Masern, Polio und Hepatitis-B ist die Ausrottung das erklärte Ziel der WHO. Bei all diesen "Ausrottungsfeldzügen" stellt sich die Frage nach dem epidemiologischen Preis, der bezahlt werden muss.
In der Natur stellen sich immer Gleichgewichte ein. Lücken gibt es keine. Wie wird die Lücke nach der Ausrottung eines solchen Erregers gefüllt werden?
Als Austottungsbeispiel möchte ich die Kinderkrankheit "Masern" nehmen. Leider ist die epidemiologische Wirksamkeit der Masernimpfung zu gering, man schätzt zwichen 80 und 90%, um jemals die dauerhafte Unterbrechung der Viruszirkulation unter den Menschen zu erreichen. Hierfür müsste eine Herdimmunität von über 95% erreicht werden.
Früher brachte sich das epidemiologische System Masern periodisch in Form von begrenzten Epidemien ins Gleichgewicht. Diese betrafen vorwiegend das Kleinkindesalter, in welchem die Krankheit gutartig verläuft. Die Periodizität garantierte also eine Begrenzung der Masernverteilung bezüglich Alter und Anzahl und damit auch der Zahl der Komplikationen.
Da in mittelfristiger Zeit die Ausrottung der Masern nicht erreicht werden kann, müssen wir mit einem Regulationsstau im epidemiologischen Netzwerk rechnen. Die Gegenregulation wird heftiger und unvorhersagbarer ausfallen.
Eine kleine Maserndurchbruchepidemie in den Achtzigerjahren in den USA hat gezeigt, was das heissen könnte: Es wurden Altersgruppen befallen, die grössere Schwierigkeiten mit dem Masernvirus haben und dementsprechend viel auch die Komplikaitonsrate deutlich höher aus (10 mal mehr als früher).
Meine Antwort also:
"Trittbrettfahrer" gibt es nicht! Nur Kinder, die Erreger in der Gegend herumtragen und selber nicht krank werden. Also "wandelnde Erregerreservoire". Es wäre eher das Ziel, diese "Reservoire" zu markieren und sie fern von Kinderkrankheiten und immunschwachen Menschen zu halten. Dann würde es auch nicht diese gefährlichen Ausbrüche von Kinderkrankheiten in "falschen" Altern geben.
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